Festival Summer 2017…?

Festival Summer 2017. Summer? Oder doch eher stürmischer Herbst?

Im August diesen Jahres ging es für mich aufs Sonne Mond und Sterne Festival nach Saalburg. Beim vorherigen Wetter-Check kündigte sich schon das untypische August Wetter an – Dauerregen, Eiseskälte und Gewitter. Typisch Anna wiederum: Dem Wetter Bericht misstrauen: Das wird schon, erstmal abwarten! Oh ein Blumen Haarband? Perfekt! Das brauche ich unbedingt fürs Festival!

Pinterest Check: „Summer-Festival-Outfit“; „Summer-Festival-Packlist“; Oh schönes Coachella Foto! Screenshot! Das werde ich erstmal nachstellen auf unserem Festival…

Auf warnende Pack-Vorschläge meiner Mutter, die dicke Fleece Jacken und unschöne Regenjacken beinhalteten, folgten nur böse Blicke. Es lebt sich schon schön durch meine stets rosarote Brille.

Hätte ich die mal schon früher abgesetzt…

Natürlich wurde die online Wettervorhersage bestätigt, im Gegensatz zu meiner eigenen Vorstellung.

Kaum aus dem Auto ausgestiegen, standen wir kurze Zeit später wie ein paar begossene Pudel unter unserem Pavillon, welches wir zum Glück noch vorher aufbauen konnten.

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Meine Stimmung in dem Moment: eher missmutig. Was mich kurze Zeit später selbst ärgerte. Ich gehe doch schließlich nicht auf ein Festival, um ein Sonnenbad zu genießen, um meine ausgebliebene Sommerurlaubs-Bräune aufzufrischen oder die neusten Trends zu präsentieren.

Worauf kommt es mir eigentlich an bei einem Festival-Besuch? Das viel wichtigere ist doch wohl, jeden Moment so zu nehmen, wie er nun mal kommt. Die Zeit mit den Freunden zu genießen, die man das restliche Jahr über viel zu selten sieht, mal die Zeit zu nutzen, in der man nicht durchgängig an lästigen Uni-Kram denken muss. Die Vorfreude auf die Musik Acts und endlich mal wieder für ein paar Tage an einem Ort zu sein, indem man so fantastisch der Realität entfliehen kann.

Darauf kommt es an und diese Möglichkeit wollte ich von dem Moment an nutzen. (Zumal wir gegen Abend oft doch noch Glück mit dem Wetter hatten)

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Wieder ein Regenschauer. Noch ein Blitz am Himmel. Na und? Darauf erstmal ein Bier mit Freunden, die einen schon quasi das Leben lang begleiten.

Wieder eine riesige Pfütze auf dem Zelt, wieder durch den tiefen Matsch stiefeln zu den stinkenden Dixi Klos. Na und? Der Anblick auf die mit Matsch durchtränkten Gummistiefeln, auf denen sich das Konfetti von letzter Nacht noch festsetzte, war viel zu schön um sauer darüber zu sein.

Irgendwie doch auch lustig, oder? Klar, denkt man an Festivals kamen mir immer zunächst die perfekten Coachella Bilder vor Augen. Aber sah ich mich in dem Moment um, war der Anblick so viel authentischer und irgendwie auch auf seine Art der Inbegriff von einem Festival. Von einem DEUTSCHEN Festival halt. Diesen Gedanken Gang bestätigte mir auch wenig später Marteria bei seinem Auftritt. Er betonte, dass er ein wahres Festival Kind sei und die Festivals früher immer so aussahen.

thumb_IMG_7288_1024thumb_VLHZ5087_1024thumb_IMG_7249_1024thumb_PFTJ8730_1024Handy-Netz? Fehlanzeige auf dem Festival. Na gut! Dann halt mal ein Wochenende ohne Instagram, ohne Snapchat Story. Und ohne lange Whats-App-Live-Berichte. Das konnte warten. Mal ein Wochenende ganz ohne Social Media – irgendwie erleichternd und irgendwie wie Urlaub.thumb_LQJR3255_1024thumb_IMG_7943_1024thumb_IMG_7975_1024Trotz des schlechten Wetters lebte man irgendwie doch das ganze Wochenende über in dieser typischen Festival-Seifenblase, überstreut mit Glitzer. Alles war so unbeschwert, so schön unreal, so perfekt auf seine Art und Weise. Die Blase wurde erst wieder zerplatzt, als man im stundenlangen Stau auf der Rückfahrt saß und einem bewusst wurde, in welchen Maßen sich das 3 Tage Nicht-Duschen auf den Körpergeruch ausgewirkt hat.thumb_IQLC9562_1024thumb_JCKM1682_1024thumb_VFIJ3125_1024thumb_WSBR3538_1024thumb_YBCD8481_1024Die warme Dusche zuhause und die Erinnerung an die genialen Acts wie Marteria, Major Lazer, Fritz Kalkbrenner und Galantis waren die Belohnung für die mit Matsch übersäten Klamotten.thumb_NMYY6997_1024Noch den letzten Matsch vom Gummistiefel gespült und schon war man wieder in der Realität angekommen. Die letzten festsitzenden Konfetti Schnipsel flüsterten mir aber quasi nochmal zu: Lebe im Moment, nutze und genieße jeden Augenblick wie er kommt, auch wenn er anders kommt als erwartet, hat er die Chance einer der schönsten deines Lebens zu werden.

Und so ist es wohl auch – dieses Festival werde ich nicht mehr vergessen und der Spaß, den ich mit meinen Freunden hatte, wird mein Leben lang in meinem Herzen bleiben.

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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Tina sagt:

    Tolles Outfit! Sieht aus als hättet ihr viel Spaß gehabt 😍

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  2. paulalinchen sagt:

    Man, ist das da alles bunt! Sehr lustig. Ich gehe überwiegend auf Rock/Metal Festivals, da sieht das alles ganz anders aus. Vielleicht sollte ich auch mal was Buntes machen, wenn da nur nicht die Musik wäre… Allerdings – Fleecejacken gehen nirgendwo… 😉

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