Interrail Rückblick 3. Woche- Côte d’Azur

Unsere Woche an der Côte d’Azur war einfach entspannend. Die ersten Tage haben wir in Marseille gewohnt. Unsere Ankunft war erst spät abends, aber wir wurden noch von einer Freundin von unserem Host empfangen, die ganz aufgeregt geredet und gestikuliert hat. Die Wohnung war total in Ordnung, leider hatte der Host aber, wie so viele Franzosen, eine Katze…

Ich komme mit Katzen leider nicht gerade gut zurecht, irgendwie finde ich die unheimlich und das nächtliche, laute miauen dieser Katze in Marseille hat meine Einstellung nicht gerade geschwächt. In Marseille sind wir zu der Insel „Frioul“ mit einem Boot gefahren, was genau die richtige Entscheidung war! Auf der Insel kann man einfach die pure Natur genießen und wir waren durchgängig beeindruckt von den riesigen, weißen Felsen, von dem türkisen Wasser und den verlassenden Buchten.


  
  
Auch wenn wandern sonst nicht gerade zu meiner Lieblingsaktivität zählt, konnten wir es uns nicht entgehen lassen, einmal um die Insel zu spazieren und dadurch die Insel zu erkunden. Dadurch ist uns auch ein verlassender Strand aufgefallen, an dem wir sofort anhielten und lange lagen. Beim Einstieg in das Wasser haben wir jedoch fast einen Herzinfarkt bekommen und lauthals geschrien vor Kälte. Noch 5 Minuten später hat unsere Haut geprickelt, das Wasser war wirklich so kalt wie Eiswasser.


  
  
  
  
  
  
  
  
Später konnten wir noch von einem Felsen aus den wunderbaren Sonnenuntergang genießen. Wir waren wirklich sprachlos, wie wunderschön diese Insel ist und hatten selten zuvor so einen Sonnenuntergang gesehen.


 Der nächste Tag war mindestens genauso beeindruckend! Ich hatte Lisa zu ihrem Geburtstag Schnorcheln in Marseille geschenkt, was wir nun einlösten. Mit der Organisation „la dune“ sind wir mit einem Motorboot in den Naturpark „Les calanques“ gefahren. Auf der Bootsfahrt hatten wir zwischenzeitlich das Gefühl, vor Schnelligkeit vom Boot runtergezogen zu werden und haben einen lachflash nach dem nächsten bekommen, vor lauter Adrenalin.

Angekommen in den calanques waren wir erstmal sprachlos von der Schönheit der Natur. In unseren langen Neoprenanzügen und den Taucherbrillen sahen wir aus wie Frösche 😂 als es dann ins Wasser ging, habe ich trotz des Neoprenanzuges regelmässige schnappatmungen vor Kälte bekommen, was sich dann aber schnell wieder legte. Kaum hat sich dieses gelegt, habe ich erstmal genau in eine Feuerqualle gefasst. Ja, meine Tollpatschigkeit wurde mal wieder bewiesen. Nach einem schwierigen Start konnte ich dann aber auch endlich die Schönheit der Unterwasser-Welt genießen. Wir waren einfach nur hin und weg von den vielen, bunten und schimmernden Fischen, von den schönen Riffen und Unterwasser-Felsen. Wir haben sogar einen oktopus gesehen und einen seestern auf der Hand gehabt. Das Gefühl werden wir nicht mehr vergessen. Das schnorcheln zählt auf jeden Fall zu unseren Lieblingsmomenten und ist absolut empfehlenswert, man konnte 15 m tief schauen.

Als wir abends wieder zurück nach Marseille wollten, konnten wir eine Fahrt auf dem Boot durch den Sonnenuntergang genießen.


  
Auf der Zugfahrt nach Cannes haben wir eine sehr interessante Frau kennengelernt. Sie hat uns von ihren vielen Reisen berichtet und ganz nebenbei anklingen lassen, dass sie jedes Land auf dieser Welt, bis auf 12 Länder bereist hat. Gespannt haben wir ihren Geschichten zugehört, uns aber doch teilweise überlegt, ob ihre Storys denn wohl der Wahrheit entsprechen.

In Cannes haben wir bei der wunderbaren Laurence gewohnt. Jeden Morgen hat sie uns ein riesiges Frühstück gezaubert und sich um uns gekümmert, wie eine Mama. Leider hatte auch sie Katzen, von der ersten wurde ich direkt am ersten Tag fauchend angesprungen. Mein Eindruck von Katzen ist also noch mehr gesunken.

In Cannes sind wir einfach durch die Stadt geschlendert, haben nach relativ günstigen Essen gesucht, den Strand und das warme und klare Meer genossen, Leute beobachtet und macarons von ladurée genossen.

Leider war Yachting-Festival und wir konnten den Hafen nicht sehen, dafür aber umso mehr arrogante Menschen, die viele missbilligende Blicke für uns über hatten.


  
  
  
  
  
 An einem Tag sind wir nach monacco gefahren, wo es auf jeden Fall wunderschön war. Mit niedrigem Bujet also wurde unser Abendessen wohl wieder ein Nudelsalat aus dem Supermarkt. Von dem Königspalast hatten wir mehr erwartet, irgendwie hatte er uns an eine playmobil-Ritterburg erinnert. Der Ausblick von dort aus war allerdings einmalig, genauso wie das Casino und der Yacht-Hafen.


  
  


  
  
  
 Die Fahrt am nächsten Tag von Cannes nach St tropez hat uns 5 Stunden gekostet, ist also nicht gerade die beste Strecke! St tropez haben wir uns auf jeden Fall deutlich anders und größer vorgestellt. Statt großen Prachtbauten und riesigem Yacht-Hafen haben wir ein kleines Dorf mit bunten Häusern und wenig Booten vorgefunden. Innerhalb von ein paar Minuten hatten wir schon die ganze „Stadt“ durchquert und außer einer unglaublich leckeren Eisdiele und dem wohl coolsten Dior-Store/Restaurant nicht viel spannendes entdeckt. Abends tobte auch nicht gerade der Bär in St Tropez- ups, sind wir jetzt wohl die einzigen mit diesen Eindrücken?


  
  
  
  
  
  
In Nizza hatten wir leider recht schlechtes Wetter, die urigen Gassen, die alten Häuser und die vielen kleinen und süßen Läden in der Altstadt haben uns aber schon deutlich besser gefallen.


  
  
 Wir haben uns die Côte d’Azur auf jeden Fall anders vorgestellt, hatten aber eine unglaublich entspannte Zeit und es tat mal einfach gut zwischen den Städte-Trips eine Woche lang Sommerurlaub mit Strandtagen einzubauen.


  
  
  
  

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